Shahid Alam, geboren 1952 in Lahore - Pakistan, lebt seit 1973 in Deutschland. Er studierte Pädagogik, Kunst, Politikwissenschaften und Europawissenschaften in Dortmund und Aachen und war über zwanzig Jahre im Bereich der Bildung und Kunst als Lehrer an unterschiedlichen Schulen und Bildungseinrichtungen tätig.
Seit 1996 arbeitet er als freischaffender Künstler in Aachen. Die Kunst der arabischen Kalligraphie hat in seiner künstlerischen Tätigkeit einen besonderen Platz eingenommen. Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten eines Wortes, das erst durch die einzigartige Verbindungskunst der Buchstaben entsteht, faszinieren ihn auch heute noch - nach mehr als vier Jahrzehnten Tätigkeit als Kalligraph. Die Buchstaben opfern ihre individuelle Form, fügen sich, um sich dann mit - einander zu verbinden. So entsteht eine neue Kunst der Wort-Skulpturen.
Für die Darstellung seiner Kalligraphien bevorzugt er vor allem Holz, worauf er als Kind mit Holzfedern schreiben gelernt hat. Schreiben auf Holztafeln aus Buche, Birke, Ahorn ist eine edle Erfahrung; das atmende Holz beruhigt die federführende Hand und den Atem. Er fühlt sich in eine andere Welt der Zeit versetzt, in der man die Zeit nur gewinnen kann. So wird für ihn die Kalligraphie eine Zeit gewinnende Tätigkeit.
Sein tiefgehendes Interesse an kulturpolitischen, sozialen und moralischen Grundfragen der deutschen Gesellschaft und das aus der Spannung der Interkulturalität heraus gelebte Leben haben sein Wirken als Künstler bestimmt. Mit seiner Kunst der Kalligraphie, Malerei und Bildhauerei versucht er den interkulturellen Dialog zu fördern und Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Für ihn ist die Kunst, die nur in einer angstfreien Atmosphäre ihre Ausdrucksmöglichkeiten finden kann, die Tochter der geistigen Freiheit.
Seit fünf Jahren unterstützt er den dringend notwendigen interkulturellen und interreligiösen Dialog durch die Kunst.
Zukünftige Ausstellungen
29. April bis 29. Mai 2012: "Gottespoesie" in der evangelischen Kirche Bleidenstadt, bei Wiesbaden
Die Kunst der Kalligraphie stellt eine der wichtigsten Säulen der islamischen Kultur dar. Durch diese Ausstellung werden einerseits die neuen Dimensionen der arabischen (islamischen) Kalligraphie vorgestellt, andererseits aber auch die Bemühungen um den dringend notwendigen Dialog zur interreligiösen und interkulturellen Verständigung intensiviert.
Seit der ersten Ausstellung der islamischen Kalligraphie in der katholischen Kirche St. Peter in Aachen im Jahre 2007, sind seine kalligrapisch-bildnerischen Arbeiten in neun unterschiedlichen Kirchen Deutschlands gezeigt worden. Die überaus große Besucherzahl zeigt deutlich, dass dieser Ansatz der Förderung des interreligiösen Dialogs durch die Kunst von einem breiten Publikum angenommen wird.
Die Ausstellung wird am 29. April um 16 Uhr in der evangelischen Kirche Bleidenstadt, Taunusstein bei Wiesbaden eröffnet und dauert bis zum 29. Mai.
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